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Selbsthilfe von Menschen, die mit Transidentität zu tun haben.
 
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Schon mal drüber nachgedacht?

"Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben."

George Bernard Shaw

Auf dem Campingplatz

 
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Autor Nachricht
Anette


 
Beitrag 01.06.2009 14:38     Antworten mit Zitat

Hallo, Ihr Lieben,
ich war in Schreiblaune, aber auch in einer etwas - nun- spöttischen Stimmung.:blink:
Was dabei rausgekommen ist, ist vielleicht ein klitzekleines bisschen überzeichnet, aber so oder so ähnlich könnte es auf vielen Campingplätzen passiert sein!

Liebe Grüße
und viel Spaß beim Lesen
Anette

Auf dem Campingplatz

Man muss sich vorstellen: ein ganz normaler Campingplatz an einem schönen Fleckchen irgendwo an einem netten Flüsschen .... an einem sonnigen, warmen Spätnachmittag - wobei das Wetter nicht so wichtig ist – echte Camper sitzen auch bei Regen, 5 Grad und Sturmwind unter der Markise....... egal, also sitzt irgendwo das üblichen Grüppchen mit dem Rücken zum Fluss und Blick auf den Weg, um einen qualmenden Grill versammelt, die Herren mit Bierflaschen,die Damen mit Cola-light-Dosen in der Hand .
Die Damen in kneifenden Leggins und zu engen T-Shirts oder bauchfreien Hemdchen, unter denen der „Rettungsring“ hervorschaut, und grell rosa farbenen Badelatschen, die Herren in den bekannten schlabbernden Jogginghosen mit den weissen Streifen, und dem Unterhemd Marke Schiesser Doppelfeinripp Eingriff rechts, mit rutschenden Ringelsocken in abgelatschten Sandalen.
Man geniesst den Nachmittag gemeinsam, gutbürgerlich, ordentlich, ganz so, wie es sich gehört!

In der ansonsten nur von Vogelgezwitscher , dem leisen Zischen beim Öffnen der Bierflaschen und einem gelegentlichen Rülpser („Oh, Entschuldigung!“ ) unterbrochenen Stille ertönt das unverkennbare Brummen eines Wohnmobils, das sich langsam der Rezeption nähert.
Die träge und gelangweilt vor sich hindösenden Camper beobachten zwei Damen, die in die Rezeption gehen, kurz danach wieder in ihr Wohnmobil steigen und und zu einem Stellplatz rangieren, der einen schönen Blick auf den Fluss bietet. Ein bisschen abseits von den anderen .... aber eben direkt am Fluss!
Die beiden Damen steigen aus und kümmern sich um die waagrechte Ausrichtung des Wohnmobils und den Stromanschluss. Zwei ordnungsgemäss angeleinte Hunde ..... huihuihui, sind die Leinen lang, ob das wohl so erlaubt ist .... das sind ja glatte 4 Meter! – toben herum und begiessen die nahegelegenen Büsche.
Die eine der beiden in Röcke und farblich passende T-Shirts gekleideten Damen ist klein, rundlich, und dunkelhaarig. Die andere ist groß, ein bisschen der nordische Typ, und die halblangen Haare sind hellblond.
„`ne Blondine – lecker!“ brummelt der eine der Biertrinker mit einem kennerischen Augenzwinkern.
„Ich mag die kleinen dunklen lieber!“ verkündet ebenso leise sein Campingstuhlnachbar.



„Sind da auch Männer dabei?“ fragt eine der Legginsdamen – die mit dem Bauchnabelpiecing natürlich!
Einer der Männer rafft sich auf, um neue Bierflaschen zu holen, und um bei der Gelegenheit einen Blick nach „nebenan“ zu werfen.
„Neee!“
„Was denn, zwei Frauen ganz allein????? Wer fährt denn dann das Wohnmobil?“
„Haste vorhin nicht gesehen, die kleine hat das Womo vor die Rezeption gefahren, und die große Blonde hat es auf den Stellplatz rangiert!“
„Komisch!“
Eine ruhige, weibliche Stimme aus einem Liegestuhl: „Das sind bestimmt zwei Freundinnen, die mal ausspannen wollen, oder Schwestern!“
Ein Mann mit Bierflasche und Kennerblick:“ Wenn das Schwestern sind, bin ich der Weihnachtsmann – der Mann mit Sack und Rute - hähähähä!“
„Kalle!!!!!“ unverkennbar weiblich mit strafendem Tonfall
„Na, vielleicht sind´s ja „solche“ Schwestern!“
„Wie meinste das jetzt?“
„Na, wenn zwei Frauen miteinander reisen.......ist doch schon ein bisschen komisch, oder?“

Weitere Bierchen rücken an, und die Cola-Light wird nun aus Gläsern und mit einem ordentlichen Schuss Bacardi genossen – die Sonne sinkt ja schon!
Der Grill ist heiss, und die Kotelettchen und die Bratwürstchen brutzeln. Während die Männer angestrengt das Grillgut bewachen, wuseln die Frauen herum, um Salate anzurichten, Brot zu schneiden und den Tisch zu decken. Die elektrische Lichterkette unter der Markise wird eingeschaltet, ein Radio bietet Musik, die an Gran Canaria im vergangenen Jahr erinnert.
Die solarbetriebene Beleuchtung des Gartenzwergs und der niedlichen Schubkarre mit den Geranien schaltet sich automatisch ein, um sich der Stimmung anzupassen.
Auch bei den beiden „Damen“ drüben wird gekocht, und danach können die aufmerksamen Beobachter erkennen, dass drüben der Tisch gedeckt wird – liebevoll mit Porzellan, Servietten, und schönen langstiliegen Gläsern.
Immer wieder wandern die neugierigen Blicke zum entfernten Wohnmobil, aus dem inzwischen Kerzenlicht schimmert – und das, obwohl man ja Strom hat und es noch nicht wirklich dunkel ist!

Nachdem sowohl unter der Markise wie auch im Wohnmobil die Mahlzeit beendet ist, bummeln die Jogginghosenherren mit dem schmutzigen Geschirr zum Waschhaus, um zu spülen, und um mit anderen Campern – Männer natürlich - zu klatschen.
Einer hat mitbekommen, wie die beiden Damen aus dem Wohnmobil sich an der Rezeption angemeldet haben, und obwohl er weder hingehört hat noch neugierig war, ist er nicht umhin gekommen, zu erfahren, dass die beiden Damen den gleichen Nachnamen tragen.
Also doch Schwestern! Oder?
Mit diesen Neuigkeiten und dem frisch gespülten Geschirr wandern die Herren zurück zur Markise und den dort wartenden Damen , die inzwischen natürlich auch fleißig und nicht gerade leise über die seltsamen Nachbarinnen nachgedacht haben.

Auch im Wohnmobil ist nun offensichtlich das Geschirr gespült und weggeräumt, und die beiden Damen gehen mit den Hunden an den Leinen „gassi“. Im Vorbeigehen grüßen sie freundlich, machen aber keinerlei Anstalten, sich zur Markisengruppe zu gesellen.
Natürlich werden sie mehr oder weniger gründlich begutachtet.

„Ob das Blond echt ist?“ fragt eine Frauenstimme.
„Die dunkle hat einen unmöglichen Lockenwuschel – so was trägt man doch nicht in deeeem Alter!“
„Hast Du auf die Ringe geachtet – die tragen beide Eheringe!“ ebenfalls eine Frauenstimme.
„ und erst die Kette .... bestimmt von Balmaing!“ kommentiert eine Fachfrau.
„Die tragen ja Röcke!“ bemerkt die scharfsinnige Legginsdame
„Schick, finde ich!“ brummt Kalle
„Völlig übertrieben, auf´m Campingplatz!“
„Na, ´s sind ja nur Jeansröcke, sieht aber gut aus – besser jedenfalls als ´ne zu enge Leggins “!
Das war ein Fehler – Kalle hätte besser geschwiegen, denn nun droht ihm sein Weib keifend mit Liebesentzug und Schlimmerem.


Kaum sind die Rockträgerinnen nicht nur außer Hörweite, sondern auch um die nächste Ecke verschwunden, beschliesst einer der Biertrinker, dass sein Pudel namens „Dudel“ gerade jetzt dringend mal muss. Also zerrt er den widerstrebenden, noch an einem Kotelettknochen knabbernden Hund an der Leine hinter sich her Richtung Wohnmobil – weil genau da ist der Busch, den Dudel zum Pinkeln dringend braucht!
Dass Herrchen dabei einen langen Blick durch die Frontscheibe des Wohnmobils wirft und den Innenraum und alles, was dort steht und liegt und wichtig zu sein scheint, mit scharfem Auge erfasst und in seinem fotografischen Gedächtnis festhält, ist reiner Zufall.
Dass Dudel nun bei seinem abendlichen Wasserlassen abrupt unterbrochen wird und noch tropfend und kreuzunglücklich hinter Herrchen her zur Markise gezogen wird, weil Herrchen ja nun Bericht erstatten muss, ist ja egal!

„Nun sag schon, wie sieht´s denn bei denen aus?“ fragt eine Frauenstimme
„Nun, wie in einem Wohnmobil eben!“
„Welche Farbe haben denn die Polster und die Gardinen?“ eine Frauenstimme.
„Weiss ich nicht, konnte ich nicht sehen !“
Haben die Bilder an den Wänden, Familienfotos oder so?“ die Frauenstimme
„Weiss ich nicht, hab ich nicht drauf geachtet!“
„Haben die auch Hundekörbchen?“ wieder eine weibliche Stimme
„Keine Ahnung!“
„Was für Flaschen stehen denn da auf dem Tisch?“ eine Männerstimme
„`ne Sektflasche in so ´ner Blumenvase, und ´ne Weinflasche mit ´nem französischen Aufkleber !“
„Wie, kein Bier?“
„Nee, hab keins gesehen, vielleicht im Kühlschrank, der ist ganz schön groß und steht auf „eiskalt!“
„Ob da ´nen Korn drin ist?“ eine Männerstimme
„Bestimmt so´n vornehmer Akkawit oder Leine wie der heißt ! “ eine leicht giftige Frauenstimme
„Und die Betten?“ wieder eine Frauenstimme
„Was für Betten denn .... so ganz normale eben!“
„Wie , normal?“
„Na, so wie Ehebetten nun mal sind, so nebeneinander mit einem Nachttisch dazwischen, und auf jedem liegt ein schwarzes Nachthemd, so was mit Spitze am Ausschnitt , unterm Busen gerafft, und mit kleinen silbernen Knöpfchen und einem hohen Beinausschnitt und so!“

Bierbenebeltes Nachdenken, Schweigen, ein Rülpser, leises Plätschern des Baccardi in die Cola, leichtes Zischen der Bierflaschen, ein Pups vom Hund.

„Lesben! Sag ich´s doch!“ kommt mit einem leisen „Hicks“ von der Bauchnabelgepiercten.
„Müsst ihr denn immer das schlimmste von euren Mitmenschen denken?“ kommt von der Ruhigen aus dem Liegestuhl.
„Das Schlimmste? Von wegen .....!“ flüstert einer der Jogginghosenträger seinem Nachbarn mit einem weltmännischen Augenzwinkern – man kann´s im Schein der Lichterkette klar erkennen - zu. „Denen könnten wir doch mal zeigen, was richtige Kerle sind –hä!“
„Kalle, das hab ich jetzt aber gehört!“ eine entrüstete weibliche Stimme .

„Schhhhhhht, ich höre Schritte .... die kommen zurück .....!“

„Hallo, die Damen, was für ein schöner Abend für einen Spaziergang, entzückende Hunde haben sie da – möchten sie sich nicht noch ein bisschen zu uns setzen, unser kleiner Dudel würde sich so freuen, Heini, hol mal noch ´n Bier für die reizenden Damen! ---- Nein? – Wirklich nicht? Na dann gute Nacht!“

Und dann, gar nicht mal so leise:

„Hochmütige Lesben!“

Minuten später dringt das leise „Plopp“ einer gekonnt geöffneten Sektflasche herüber.
Im Wohnmobil lächelt die große Blonde ihre Partnerin zufrieden an und prostet ihr leise bei Kerzenlicht zu:
Das Passing stimmt!
Anette


 
Beitrag 01.06.2009 23:16     Antworten mit Zitat

Nun muss ich doch noch was korrigieren, Ihr Lieben!
Meine Gesine meint, dieser Absatz:
„Na, so wie Ehebetten nun mal sind, so nebeneinander mit einem Nachttisch dazwischen, und auf jedem liegt ein schwarzes Nachthemd, so was mit Spitze am Ausschnitt , unterm Busen gerafft, und mit kleinen silbernen Knöpfchen und einem hohen Beinausschnitt und so!“

wäre zu detailgetreu - sprich, kein Mann würde so was mitbekommen, und schon gar nicht nach ein paar Bierchen.
Also setzt dafür diesen Absatz ein:

"Na, wie Ehebetten nun mal sind, so nebeneinander mit einem Nachttisch dazwischen, und auf jedem liegt so ein schwarzes Spitzennachthemd !"

Grins!

Liebe Grüße
Anette
Katharina


 
Beitrag 02.06.2009 08:30     Antworten mit Zitat

Köstlich! Hat sich denn das in etwa so zugetragen? Glauben würde ichs!

Liebe Grüße
Katharina :-D
Anette


 
Beitrag 02.06.2009 08:58     Antworten mit Zitat

Liebe Katharina,
nein, ganz so hat es sich nicht zugetragen ..... es ist mehr die Zusammenfassung mehrerer kleiner Erlebnisse und Beobachtungen! Und ein bisschen auch das Ergebnis unserer beider "Lästereien" bei besagtem Glas Sekt ( das ist "aus dem prallen Leben gegriffen" und den sanften Korkenplopp gibt´s bei uns des öfteren) , wenn wir die Blicke sehen, die uns folgen, und wenn wir uns dann vorstellen, was "die" dann wohl gerade denken und reden!
Wir beide haben nun mal ein ziemlich spitzes Mundwerk!:lol:

Liebe Grüße
Anette
Robyne


 
Beitrag 02.06.2009 11:31     Antworten mit Zitat

Hallo Anette,

habe mich köstlich amüsiert als diese Geschichte vor meinem inneren Auge abrollte.
Gibts da bei euch im TV nicht so eine Camper Serie? Das wär doch was für jene - mit dabei ihr beide als Gastdarsteller .....

Cheers
Robyn Bea
_________________
Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es. (Simone de Beauvoir)
Anette


 
Beitrag 02.06.2009 12:22     Antworten mit Zitat

Hallo, liebe Robyn,
ja, kann ich mir vorstellen, dass Du Dich amüsiert hast! Lächel!
Wenn wir beide on tour sind, grinsen wir auch oft, wenn die Gedankengänge unserer lieben Mitmenschen zu deutlich lesbar sind - oder wenn die Verwirrung dort schon die Schädeldecke qualmen lässt!
Manchmal machen wir uns dann den Spaß und gehen fröhlich Hand in Hand über den Platz, oder ich streichele der Meinen mal liebevoll über den Arm ..... und schon sehe ich, wie sich die Gedanken bei den "Zuschauern" hoffnungslos verwirren!:lol: :lol: :lol:

Liebe Grüße
Anette
Janna


 
Beitrag 03.06.2009 08:55     Antworten mit Zitat

Hallo Anette,

das hast du wirklich schön geschrieben. Die Atmosphäre kommt sehr gut rüber. Danke!
Barbara


 
Beitrag 03.06.2009 13:03     Antworten mit Zitat

Hallo Anette,

tja, auf dem Campingplatz kann man eine Menge nette und auch gelangweilte Menschen treffen. Wir kennen uns da auch aus. Unsere "Feuerprobe" machen wir im Sommer auf unserem Stammplatz in Spanien. Mal sehen, in welche Richtung sich die Gespräche dort entwickeln.
Ein wenig Herzklopfen habe ich da schon.

LG
Barbara
Katharina


 
Beitrag 03.06.2009 15:06     Antworten mit Zitat

Anette hat geschrieben:

Liebe Katharina,
nein, ganz so hat es sich nicht zugetragen ..... es ist mehr die Zusammenfassung mehrerer kleiner Erlebnisse und Beobachtungen! Und ein bisschen auch das Ergebnis unserer beider "Lästereien" bei besagtem Glas Sekt ( das ist "aus dem prallen Leben gegriffen" und den sanften Korkenplopp gibt´s bei uns des öfteren) , wenn wir die Blicke sehen, die uns folgen, und wenn wir uns dann vorstellen, was "die" dann wohl gerade denken und reden!
Wir beide haben nun mal ein ziemlich spitzes Mundwerk!:lol:

Liebe Grüße
Anette


Auf jeden Fall sehr amüsant - und irgendwie auch "echt"! :-)

Liebe Grüße
Katharina
jonaskrümel


 
Beitrag 01.01.2011 22:09     Antworten mit Zitat

wenn auch erst spät gelesen,aber echt super die geschichte...
so könnt es glatt abgelaufen sein, ich in mein jungen jahren (grns) bin bis mein 20 lebensjahr fast jede sommerferien, entweder auf unseren stammcampingplatz (hamburg ortkaten) gewesen, aber auch viel durch mecklenburg vorpommern getourt mitm fahrrad,meinen schlafsack und isomatte.da könnte man von solchen situationen ein echt dickes buch schreiben...
ich bin wegen meinem kurzhaarschnitt immer als junge durchgegangen worüber ich immer stolz war.

ich hab mich köstlich amüsiert beim lesen, ein lob von mir.

lg jonas
Anette


 
Beitrag 02.01.2011 09:48     Antworten mit Zitat

Danke für´s Kompliment,
lieber Jonas!

Tja, Campingplätze sind halt überall gleich ...... ! ;-)

Liebe Grüße
Anette
Sarah_B


 
Beitrag 02.01.2011 21:38     Antworten mit Zitat

Hallo Anette,
schön Geschichte ist das - da fällt mir dazu irgendwie der Song von den "Ärzten" ein "Lasse Reden"...

:shy:
Sarah
_________________
sei nett zu mir, so bin ich es auch zu dir
Anette


 
Beitrag 02.01.2011 22:11     Antworten mit Zitat

Danke, liebe Sarah,

ist halt eben nur das - eine Geschichte!
oder vielleicht eine "Zusammenfassung" dessen, was wir bei unseren vielen, mal längeren, mal kürzeren Reisen alles so beobachtet, erlebt, gehört und gesehen haben!

außerdem hat der "Spottvogel", der einfach zu mir gehört, mitgeholfen, den Text zu verfassen.


Ich hab die Story auch in einem Camperforum, in dem ich seit 8 Jahren aktiv und bekannt bin, veröffentlicht.
Ach ja, dort sind wir mit der Transition sehr offen umgegangen, und unsere Thailand-Reise-und-OP- Berichte wurden auf ausdrücklichen Wunsch der User dort auch jeweils aktuell eingestellt.
Und gut sehr aufgenommen,

Aber die hier eingestellte Story "Auf dem Campingplatz" wurde von den Campern recht unterschiedlich kommentiert.
Von vielen mit Lachen und Kichern ..... von einigen aber doch sehr beleidigt , denn " so intollerant sind wir Camper ja nicht!"
Lächel!

Es gibt halt überall so ´ne und solche!;-) ;-) ;-)
Liebe Grüße
Anette
Sarah_B


 
Beitrag 06.01.2011 00:05     Antworten mit Zitat

Hi Anette,
tja das Leben oder die Erfahrung daraus schreibt die besten Geschichten. :-)
Ich denke da an meine Freundin Ricarda, nach jeden neuen Reinfall mit einem Mann schreibt sie ein neues Buch. Da ist so ne Art Psychotherapie für sie.
Aber auch ich habe die Erfahrung gemacht, das Schreiben über Erlebtes sehr befreiend sein kann. Seine Gedanken aufzuschreiben kann helfen, das Erlebte besser zu verarbeiten.
Während meiner KKH-Aufenthalte bzw. in Zeiten in denen es mir seelisch nicht gut ging :-/ ,habe ich auch immer Tagebuch geschrieben.
So weit ich mich erinnern kann, habe aber so was habe ich nie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Nur engste Verwandten&Bekannten durften an meinen Gedanken teilhaben. :shy:
_________________
sei nett zu mir, so bin ich es auch zu dir
Anette


 
Beitrag 06.01.2011 09:22     Antworten mit Zitat

Hallo, liebe Sarah,
im Prinzip geht es mir genau so: mein Tagebuch, in dem ich Erlebtes und Gesehenes beschreibe, und in dem ich Gedanken zu Papier bringe, liest außer mir niemand, bestenfalls die Meine.

Aber die Campingplatzgeschichte war , wie gesagt eher die Zusammenfassung vieler kleiner Erlebnisse, und ich habe sie nicht geschrieben, um irgendetwas zu "verarbeiten" oder durchzudenken, sondern weil ich einen schreiblustigen und etwas spöttischen Tag hatte.

Ab und an schreibe ich kleine Geschichten wie diese, einfach aus Spaß am Schreiben, und die veröffentliche ich dann durchaus auch mal!

Liebe Grüße
Anette
JeannetteCatherine


 
Beitrag 09.05.2011 22:25     Antworten mit Zitat

Das ist eine sehr schöne Geschichte aus dem Leben!

Selber habe ich sowas auch schon anfangs hier und da mal erlebt. Heutzutage nehme ich es nicht mehr so war, weil ich mich nicht mehr so mit meiner Umwelt vergleiche, wie ich es früher tat. Ich mache einfach nur noch ;-) .

Zu "wenn wir die Blicke sehen, die uns folgen, und wenn wir uns dann vorstellen, was "die" dann wohl gerade denken und reden! " wollte ich nur anmerken, das habe ich auch mal getan, aber dann habe ich gelernt, das keiner sich Gedanken darüber machen sollte, was ein anderer wohl über ihn denken könnte, denn oft denkt man da falsch :uhoh: .

Viele Jahre stand ich mir mit den Gedanken, was die anderen denken könnten selber im Weg, nun lebe ich wieder und meine Umwelt reagiert viel positiver als ich es für möglich gehalten hätte.

Die Jogginghosenfraktion beurteilt sehr oft aus Unkenntnis. Geht es uns aber selber nicht hin und wieder genau so?

Nicht immer war ein ehrliches, offenes Gespräch in dem Sinne erfolgreich, wie ich es mir gewünscht hätte, doch hat es stehts die Spreu vom Weizen getrennt.
Meiner Meinung nach sollten wir immer so mit unseren Mitmenschen umgehen, wie wir uns wünschen, das die Menschen mit uns umgehen.

Mein Glückwunsch noch zu eurem Passing, ihr habt scheinbar erreicht, was ihr wolltet.
Mann hat Euch als Frauen war genommen.
Nun kommt noch der nächste Schritt...Flirten. Ihr wisst doch, wie Frau einen Mann um den Finger wickeln kann... ;-)

Liebe Grüße Jeannette
Anette


 
Beitrag 10.05.2011 07:28     Antworten mit Zitat

Danke, liebe Jeanette,
für Dein Feed back.

Ja, heute sehen wir das ganze auch deutlich gelassener und lassen die Blicke, die uns folgen, entweder an uns "abgleiten", oder wir registrieren sie nicht mehr.
Damals jedoch waren wir noch "hochsensibel" .... das kennst Du ja ganz genau so!

Lächeln musste ich über Deinen letzten Absatz:


Zitat:

Mein Glückwunsch noch zu eurem Passing, ihr habt scheinbar erreicht, was ihr wolltet.
Mann hat Euch als Frauen war genommen.
Nun kommt noch der nächste Schritt...Flirten. Ihr wisst doch, wie Frau einen Mann um den Finger wickeln kann...


Nur eine von uns, nämlich meine Liebste, ist eine Frau mit T-Vergangenheit ..... ich bin eine "Bio-Frau" (blödes Wort), und wir beide sind seit über 30 Jahren verheiratet!

Liebe Grüße
Anette
JeannetteCatherine


 
Beitrag 10.05.2011 12:31     Antworten mit Zitat

Hi Anette,

dann gratuliere ich noch viel lieber zu Euren mehr als 30 Jahren...*hofknicks mach*

Das rührt mich sehr, das Ihr Euer Versprechen "...in guten wie in schlechten Zeiten..." bis zum heutigen Tag gehalten habt (Ist ja heutzutage alles andere als selbstverständlich!)

Ich wünsche Euch für eure weitere Zukunft ganz viel Liebe und Licht in euren Herzen!!!

Liebe Grüße Jeannette
reinhildb


 
Beitrag 02.12.2011 10:59     Antworten mit Zitat

Hallo Annette,
ein wirkliches toller Bericht. Auch wir reisen mit dem Womo, sind allerdings nicht so offen unterwegs wie du es beschreibst.

In welchem Camperforum veröffentlichst du deine Beiträge?
R.
Doris


 
Beitrag 02.12.2011 11:12     Antworten mit Zitat

moin Reinhild,

reinhildb hat geschrieben:


In welchem Camperforum veröffentlichst du deine Beiträge?

Du erwartest ganz schön viel Offenheit für den Anfang.

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_________________
Ein Tier zu retten veraendert nicht die Welt, aber die ganze Welt veraendert sich für dieses Tier.
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