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Selbsthilfe von Menschen, die mit Transidentität zu tun haben.
 
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Schon mal drüber nachgedacht?

"Man kann keinen Eierkuchen backen, ohne ein paar Eier zu zerschlagen."

Napoleon Bonaparte

Trans-Kinder-Netz (SHG Trakine)

 
 
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Autor Nachricht
nicole2009


 
Beitrag 24.07.2012 21:52    

Hallo,

es gibt eine neue Selbsthilfegruppe für Eltern von Trans*-Kindern. Zu finden unter dem Link: http://trans-kinder-netz.de

Um sich schon mal ein besseres Bild von der Gruppe machen zu können, hier mal ein Zitat ihrer Homepage.

Zitat:

Wir sind eine internationale Gruppe von Eltern und Familienangehörigen von minderjährigen Trans*Kindern. Unsere Selbsthilfegruppe (SHG) wurde ins Leben gerufen, um anderen Eltern von Trans*Kindern und *Jugendlichen samt deren Angehörigen - natürlich auch den Kindern und Jugendlichen - Mut zu machen und vor allem mit Informationen und Rat zur Seite zu stehen. Unseren Kindern ein glückliches Leben frei von Stigmatisierung und Ausgrenzung zu ermöglichen und ihnen das Gefühl zu geben, geliebt und unendlich wertvoll zu sein, ist unser Anliegen.

Hier siehst Du die Arbeitsergebnisse von Menschen, die einmal selbst auf der Suche nach fachlichen Informationen und Ratschlägen waren und damals gemerkt haben: "Das, was bisher zu finden ist, reicht entweder nicht aus, oder ist sogar falsch. Hier müssen wir selbst etwas bewegen."

In den letzten 3 bis 5 Jahren haben zwar das Fernsehen, andere Medien und auch bereits einige Bücher von Betroffenen für ein gesteigertes Bewusstsein zum Thema gesorgt, aber uns war das noch nicht ausreichend.

Wir haben es uns auch zur Aufgabe gemacht, interessierten Pädagogen, Psychologen oder Ärzten, die vielleicht das erste mal mit einem Trans*Kind in Kontakt kommen, eine Informationsbasis zur Verfügung zu stellen, welche ein so sensibles Thema übersichtlich darstellt. Wir erheben dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Ganz wichtig ist uns die Hilfe zur Selbsthilfe, denn wir sind der Überzeugung, dass es DEN richtigen Weg nicht gibt. Wir zeigen die Wege und Möglichkeiten auf, die wir schon erprobt haben.

Ich finde es toll, das sich gerade auf dem Gebiet "Transidentität bei Kindern" endlich etwas tut.

LG,

Nicole
nicole2009


 
Beitrag 06.08.2012 22:19    

Hallo,

Die SHG Trans-Kinder-Netz bietet auch auf der Transtagung in Berlin, vom 12.-14.10.2012, einen Workshop an.

http://transtagung.de/?page_id=46

Liebe Grüße,

Nicole
_________________
www.trans-kinder-netz.de
sarinalein


 
Beitrag 02.09.2012 13:54    

schöne idee aber es gibt doch schon trans eltern :-)
nicole2009


 
Beitrag 28.10.2012 17:12    

Liebe Forenmitglieder,

seit einiger Zeit unterstütze ich nun die SHG Trans-Kinder-Netz (TRAKINE) in ihrer Arbeit.
In weniger als einem Jahr, in der die SHG existiert, haben wir schon so einiges erreichen können.
Die gegenseitige Unterstützung der Eltern und Angehörigen bei der Bewältigung von Problemen im Alltag funktioniert gut. Mittlerweile sind Familien aus Deutschland, der Schweiz, Dänemark und Österreich mit dabei! Sie sind froh, endlich ein Angebot gefunden zu haben, welches sich ausschließlich um ihre und die Belange ihrer Kinder kümmert.
Die Öffentlichkeitsarbeit durch unsere Homepage und Vorträgen, z.B. auf der Trans-Tagung in Berlin, wird bereits sehr positiv aufgenommen.
Auch politisch sind wir aktiv. Am deutschen Bericht an den Menschenrechtsrat der UNO haben wir mitgewirkt und in Berlin werden wir mit am Runden Tisch des Senates sitzen. Auch die Fraktion der Grünen hat uns zu einer Fachveranstaltung eingeladen.
Doch all diese Tätigkeiten leben leider nicht nur vom Fleiß und Engagement aller Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Angefangen bei der Homepage über unsere Flyer und Visitenkarten bis hin zu Veranstaltungen wie unseren Eltern-Kind-Treffen, fallen Kosten an.
Um unser Ziel erreichen zu können, dass das Thema Trans* bei Kindern und Jugendlichen wahrgenommen wird und die Rechte der Kinder ernst genommen werden, brauchen wir eure Unterstützung.
Leider haben wir keine Möglichkeit an öffentliche Fördermittel zu gelangen. Daher könntet ihr, als Fördermitglieder mit 5 Euro pro Monat, mithelfen, an der Erreichung unserer Ziele mit zu wirken.
Von unserer Homepage kann der Vordruck für die Fördermitgliedschaft heruntergeladen werden ( http://trans-kinder-netz.de/mitgliedschaft.html ).
Wir, die Erwachsenen wie die Kinder, würden uns über eure Unterstützung sehr freuen.
Jede Form der Unterstützung, auch eine einmalige Spende, hilft dabei, dass Trans*, insbesondere Trans* bei Kindern, mehr in das öffentliche Bewusstsein rückt.

Danke für euer Interesse an der Arbeit von TRAKINE und für eure Unterstützung,

Nicole
_________________
www.trans-kinder-netz.de
KimS


 
Beitrag 01.11.2012 14:33    

Auch wenn es jetzt erstmal fies klingt, bin ich bei Trakine skeptisch. Das liegt daran, dass hier von "Identität" gesprochen wird, und Transsexualität nicht als geschlechtliche Normabweichung verstanden wird. Im Prinzip entspricht diese Sichtweise der psychopathologisierenden, die seit den 60er-Jahren von John Money erfunden wurde, als er den Begriff "gender identity" eingeführt hat. Demnach wird so getan, als ob ein transsexuelles Mädchen ein Junge ist, der "sich wie ein Mädchen fühlt" und sich das dann an solch klischeebeladenen Dingen wie Spielzeug (Puppen/Autos), die Wahl der Spielkameraden u.ä. angeblich ablesen lassen soll. Die Frage ist: Wer entscheidet hier, ob ein Kind transsexuell ist oder nicht? Eltern? Psychologen?

Es ist ein offenes Gehemnis, dass transsexuellen Kindern häufig nur dann medizinische Massnahmen gewährt werden, wenn sie eine Krankheitseinsicht zeigen. Das bedeutet zualler erst einmal, dass man einem transsexuellen Mädchen einredet, angeblich ein "Biologischer Junge" zu sein, "der sich wie ein Mädchen fühlt". Und dann wird nachgesehen, ob dieser "biologische Junge" nun entweder a) ein "schwuler Junge" ist oder b) ein Junge, der eine atypische "gender identity" besitzt und gerne "Mädchen werden will". Diese Entscheidung trifft nach DSM dann nicht das Kind, sondern Psychologen zusammen mit den Eltern.

Nun ist es äusserst fragwürdig, wenn ein Kind, das mit Puppen spielt, rosa lieber mag, als blau... von Aussen beurteilt wird, ob es nun ein homosexueller Junge oder ein transsexuelles Mädchen ist. (Wir erinnern uns: Transsexuelle Mädchen existieren dieser Logik ja gar nicht, da man sagt, es handele sich hier sowieso um "biologische Jungs" mit "atypischer Gender Identity". Deswegen wird ja analog DSM gesagt, es ginge hier um "sich als Mädchen fühlen" und nicht um das SEIN.)

Wer mag da sicher sein, dass nicht Mediziner einen femininen homosexuellen Jungen mit Hormonen versorgen um aus ihm dann ein "Mädchen zu machen"?
Wer sagt, dass ein transsexuelles Mädchen, dass sich nicht feminin verhält (und eben nicht mit rosa Puppen spielt) hier überhaupt jemals Hormone erhalten wird?

Solange immer noch Leute (auch Eltern) meinen, von Aussen das Geschlecht eines Kindes fremdbestimmen zu können und hier Theorien aus der Sexologie, die davon ausgehen es ginge bei geschlechtlichen Normvarianten (deren Existenz längst bewiesen ist, aber von der psychopathologisierenden Sexoloxie ja fleißig abgestritten wird) lediglich um eine Identitäts-Frage als Kern einer therapeutischen Behandlung angesehen wird, muss Skepsis gegenüber solchen Ideologien erlaubt sein.

Deswegen würde mich folgendes interessieren:

1. Betrachtet Trakine transsexuelle Mädchen als "Biologische Jungs"?
2. Wer entscheidet über die medzinische Behandlung mit Hormonen, Hormonblockern, etc.
3. Welchen Stellenwert nehmen Verhaltensweisen in der Beurteilung ein, ob ein Kind transsexuell ist, oder nicht (Puppen, Kleider, etc.)?
4. Ist eine Psychotherapie Voraussetzung für eine Hormonbehandlung?

Danke, Kim
nicole2009


 
Beitrag 02.11.2012 01:54    

Hallo Kim,

leider habe ich im Moment keine Zeit für eine ausführliche Antwort.
Da deine immens befremdlichen Vorurteile gegen das Trans-Kinder-Netz mal wieder lediglich auf deinen merkwürdigen Wortspielereien basieren, möchte dich erst mal auf unsere Homepage hinweisen. Eigentlich dürfte sie alle deine Fragen beantworten.


Liebe Grüße,
Nicole
_________________
www.trans-kinder-netz.de
KimS


 
Beitrag 03.11.2012 18:56    

Nicole, die Fragen waren ernst gemeint und inhaltlicher Natur. Die Homepage kenne ich. Deswegen die Fragen.
nicole2009


 
Beitrag 08.11.2012 11:46    

Hallo,

Der Idealfall wäre natürlich, das alle zu treffenden Maßnahmen allein von den Betroffenen bestimmt werden, egal ob Kind oder Erwachsener.
Davon sind wir hier in Deutschland aber leider noch ein Stück weit entfernt. Bei Kindern kommt noch erschwerend hinzu, das ihnen oftmals die Fähigkeiten zur Selbstdiagnose aberkannt werden.
Daher ist es unter den bisherigen Umständen wichtig, unter den Behandlern diejenigen raus zu suchen, welche mit ihren Behandlungsmethoden am nächsten an das Ideal heranreichen. Die Kinder, besonders diejenigen die kurz vor der Pubertät stehen, haben nicht die Zeit auf ein Umdenken in der Politik und der Behandler zu warten.
Parallel dazu setzen wir uns natürlich für eine Verbesserung der eher unbefriedigenden Gesamtsituation ein.

Die Kinder dürfen im Grunde spielen was sie wollen. Auch wenn es Tatsache ist, das viele dieses sogenannte abweichende Spielverhalten zeigen. Ausschlaggebend für eine Beurteilung ist die Selbstdiagnose der Kinder.

Liebe Grüße,

Nicole
_________________
www.trans-kinder-netz.de
KimS


 
Beitrag 17.11.2012 02:05    

Herzlichen Dank.
nicole2009


 
Beitrag 17.11.2012 22:50    

Bitteschön :-)
_________________
www.trans-kinder-netz.de