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Selbsthilfe von Menschen, die mit Transidentität zu tun haben.
 
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Schon mal drüber nachgedacht?

"Ich bin wie ein Kuchenteig. Noch nicht durchgebacken. Ich bin noch nicht zu dem geworden, was ich eines Tages werden soll."

Buffy Summers [Buffy]

Vorstellung -Aktivierungsmail kam nicht an!!!

 
 
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Autor Nachricht
Suanne
Gast


 
Beitrag 09.09.2008 16:49     Antworten mit Zitat

Hallo

Bisher kam die Aktivierungsmail an mich nicht an (xxx "at" yahoo.de)

deshalb erlaube ich mir mich selbst hier kurz vorzustellen weil ich ein recht dringendes Problem habe.

Ich bin 42 - seit September letzten jahres im Alltagstest --wenngleich auch anfangs (bis januar) nur in der Freizeit -weil es mit Arbeitgeber erst geklärt werden musste.

Das Leben hat zig mal versucht aus mir einen Mann zu machen -- aber ich merke jeden Tag mehr dass der Weg den ich nun eingeschlagen habe der richtige ist.
Hinzu kommt dass ich praktisch pleite bin aufgrund einer Hörigkeit in die ich mich manövriert hatte.
Eigentlich is mein Leben im Eimer --aber ich versuch das jetzt endlich mal in den Griff zu kriegen und da fange ich --logisch --mit meiner Seele an.

Ich möchte nun langsam mal an die Sache mit den Hormonen ran und habe von meiner Kasse einen Brief bekommen bei dem sogar meine Psychologin sagte dass dieser einfach nur unverschämt ist.

u.a.ist bei meiner Kasse TS keine Krankheit und deshalb zahlen sie nicht...............
gibts irgendwo was offizielles wo das drinsteht dass TS eine Krankheit is ?

das würde mir fürs erste schon helfen

Grüßle

Susanne
nina0


 
Beitrag 09.09.2008 19:05     Antworten mit Zitat

hallo susanne,

ich nehme an, dass du eine deutsche krankenkasse meinst. dann gilt ein urteil des bundessozialgericht, wonach transsexualität unter bestimmten bedingungen als leiden mit krankheitswert betrachtet wird.

mehr hier: 3 RK 15/86.
tashina


 
Beitrag 09.09.2008 19:44     Antworten mit Zitat

Hi Susanne,

Nina war ma wieder schneller ... Ich hatte dazu mal nen Artikel von Dr. Pichlo (MDK NRW) rausgesucht. Aber ich stell den betreffenden Auszug mal hier rein ...

Zitat:

Die Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) richtet sich nach dem Sozialgesetzbuch V (SGB V) und seiner Ausgestaltung durch Ausführungsrichtlinien und Sozialrechtsprechung. Im Speziellen ergeben sich die Leistungspflicht für Behandlungsmaßnahmen bei Transsexualismus und die entsprechenden sozialmedizinischen
Beurteilungskriterien aus der einschlägigen Rechtsprechung, insbesondere aus den Urteilen LSG München vom 09.07.86 (L 4 Kr 118/84), BSG vom 06.08.87 (3 RK 15/86) und BSG vom 10.02.93 (1 RK 14/92). Leistungspflicht und sozialmedizinische Kriterien sind völlig unabhängig von den Regelungen des TSG, insbesondere ist die Leistungspflicht nicht an eine vorherige Vornamensänderung gebunden.

Transsexualität ist ein regelwidriger, vom Leitbild des gesunden Menschen abweichender Körper- bzw. Geisteszustand, bei dem eine innere Spannung besteht zwischen dem körperlichen Geschlecht und der seelischen Identifizierung mit dem anderen Geschlecht. Diese Spannung kann zu einem schweren Leidensdruck führen. Erst durch diesen Leidensdruck wird Transsexualität im Einzelfall zu einer krankheitswertigen Störung bzw. zu einer behandlungsbedürftigen Erkrankung im Sinne des Krankenversicherungsrechtes. Nur wenn psychiatrisch-psychotherapeutische Mittel das Spannungsverhältnis nicht zu lindern oder zu beseitigen vermögen, gehört es nach der
Sozialrechtsprechung zu den Aufgaben der GKV, zur Linderung des krankhaften Leidensdruckes die Kosten für eine geschlechtsangleichende Operation zu tragen.


friedliche liebe Grüße
tashina
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